Mercedes Benz Fashion Week SS16, Tag 2

Deutsche Version: Hallo ihr Lieben, Tag zwei der Fashion Week war genauso stressig, aber genauso cool wie Tag eins. Trotzdem war der Tag einfach super!

Begonnen hat er mit der Anja Gockel-Schau, die ich nun zum dritten Mal miterlebt habe. Wie immer startete die Schau mit einem lauten „Kikeriki„, passend zum Namen der Designerin – eine sehr witzige Idee, finde ich.

Wie erwartet, verwendete Anja Gockel wieder hochwertige und sehr edle Stoffe für ihre Kollektion. Sehr sommerlich, besticht sie mit leichten, fließenden und schwingenden Materialen, wie Seide oder Satin mit hübschen Blumen-Prints in unterschiedlichen Varianten. Die Kollektion besteht aus Kleidern in verschiedenen Längen, Röcken und tollen Hosenanzügen. Perfekt für Businesstermine, feierliche Anlässe, aber auch für einen Shoppingbummel. Auch diejenigen, die kein Fan von auffälligen Prints sind, kommen bei der Kollektion auf ihre Kosten. Herausstechende Farben, wie Rot, Lila oder Blau, kombiniert mit dezentem Grau, Braun oder Schwarz, setzen interessante Akzente. Auch Pailletten durften bei dem ein oder anderen Look nicht fehlen. Eine tolle Kollektion.Julia_Luedtke_(C)_MBFWB_Fashion_Week_Anja_Gockel_3.collage_mini Julia_Luedtke_(C)_MBFWB_Fashion_Week_Anja_Gockel_2.collage_miniDie nächste Kollektion VONSCHWANENFLÜGELPUPKE wurde im wunderschönen Kronprinzenpalais gezeigt. Die perfekte Location für diese bezaubernde Kollektion „Dizzy Heights„. Als die Gäste den Saal betraten, standen die Models auf kleinen Podesten in der Mitte des Raums. Im Hintergrund spielte jemand auf einem Flügel Klaviermusik, was sehr gut zu den romantischen Prints der Kollektion passte. Weiße Luftballons schmückten den Raum, die auf den Prints in From von Heißluftballons wiederkehrten. Neben den Ballons waren Vogel-Prints ein essentieller Bestandteil der Kollektion, die als Ausdruck von Freiheit und Leichtigkeit interpretiert werden können. Die Kleider und Tücher wurden aus leichten und luftigen Stoffen hergestellt und waren auffällig edel. Das Make up der Models passte ausgezeichnet zu der Kollektion und die nach hinten toupierten Haare unterstrichen die Eleganz der Linie. Die beiden Designerinnen Eleonore von Schwanenflügel und Steffanie Pupke lernten sich bei dem bekannten Label WUNDERKIND kennen, für das beide arbeiteten. Die Kollektion des Designerduos wird mittlerweile in Kaufhäusern wie LeBonmarché in Paris, Saks Fifth Avenue in New York und H.P. France Exclusive in Tokyo verkauft. Ein weiteres Highlight der Präsentation: Im Eingangsbereich lagen auf einem Sofa Kissen mit dem aktuellen Vonschwanenflügelpupke-Print.

Julia_Luedtke_(C)_Julia_streetstyle_blog_Vonschwanenflügelpupke_MBFWB_collage_2_mini Julia_Luedtke_(C)_Julia_streetstyle_blog_Vonschwanenflügelpupke_MBFWB_collage_1_mini

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sofort nach der Präsentation im Kronprinzen Palais machte ich mich auf den Weg zum Me Collectors Room. Sehr gespannt war ich auf die Franziska Michael-Kollektion. Ich hatte auch diese Saison wieder eine Backstage-Einladung für die Schau und hatte somit die Möglichkeit, die Vorbereitungen der Schau live mitzuerleben, was wirklich ein besonderes Erlebnis war. Bevor die Schau losgeht, sind alle im Mega-Stress. Die Models werden geschminkt und eingekleidet, die Designerin legt bei dem ein oder anderen Outfit letzte Hand an, damit jeder Look perfekt in Szene gesetzt wird. Meist gibt es noch eine Generalprobe, bevor die eigentliche Schau losgeht. Alles ist hektisch und spannend. Es ist immer wieder großartig, vor der Show einen Blick auf die Kollektionsstücke werfen zu können und Details zu entdecken, die einem bei der Runway-Schau nicht auffallen würden. Endlich stellen sich die Models in einer Reihe auf und warten, bis sie vom Koordinator mit Headset auf den Runway geschickt werden.Julia_Luedtke_(C)_Julia_streetstyle_blog_Franziska_Michael_MBFWB_collage._2_miniVon meinem Platz in der Frontrow aus, konnte ich die Schau in vollen Zügen genießen und auf mich wirken lassen. Franziska Michael hat wieder etwas gewagt: Ihre Kollektion ist supercool und passend zum Stil des Labels wieder sehr futuristisch. Die Designerin verarbeitete viele Kunststoffe, Netze, Jeansstoffe und auffällige Schnitte und Farben für die Kollektion, die die Besucher auf eine Reise in die Zukunft mitzunehmen scheinen wollte. Herausstechende Prints, kombiniert mit einfarbigen Kleidungsstücken oder -elementen sind mutig, aber gekonnt zusammengestellt mit Farben in überwiegend Blau, Rosa, Orange, Grün und Braun. Franziska Michaels Designs waren die Auffälligsten, die ich in dieser Fashion Week gesehen habe. Man darf wohl gespannt sein auf die nächsten Kollektionen.Julia_Luedtke_(C)_Julia_streetstyle_blog_Franziska_Michael_MBFWB_collage_miniZurück zum Zelt am Brandenburger Tor zur Rebekka Ruétz-Schau mit einer Kollektion, die durch farbenfrohe Prints Lust auf Sommer macht. Die Designerin hat sich für ihre Kollektion von der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo inspirieren lassen. Es dominierten leuchtende Farben, wie Organe und Rot, die mit Blau- und Lila-Tönen vereint wurden. Die Outfits bestanden überwiegend aus bodenlangen und knielangen Kleidern, allesamt sehr feminin geschnitten. Die Taille wurde bei fast alles Outfits durch überdimensional große Gürtel betont. Neben den Blumenprints ließ die Designerin immer wieder die für Kahlo typischen Augenbrauen, die man auch als Monobraue bezeichnen könnte, in ihren Designs wiederkehren. Eine echt coole Idee. Auch die Models wurden, inspiriert von Frida Kahlo, gestylt. Ihre Augenbrauen wurden gold angemalt und kurz unter ihnen wurden zwei schwarze Bogen gezogen, die an die auffälligen Augenbrauen der Künstlerin erinnerten. Außerdem trugen die Models goldglitzernde Tattoos, die auch in der Goodiebag enthalten waren :). Passend zu den Blumenprints, trugen die Models Blumenkränze und geflochtene Haare. Auch der Runway war geschmackvoll mit Blumen geschmückt.Julia_Luedtke_(C)_Julia_streetstyle_blog_Rebekka_Ruétz_MBFWB_collage_mini

Schnell auf einen Snack ins Vapiano am Ku’damm und dann ging es auch schon weiter zur Präsentation von Kilian Kerner im Ellington Hotel. Der Designer hat in seiner Kollektion viel mit Kontrasten gearbeitet. Unifarbene Outfits in zarten Farben, wie Hellblau oder Nudetönen wechselten sich auf dem Laufsteg mit Looks in kräftigen Farben und auffälligen Prints ab. Eines hatten die Outfits trotzdem alle gemeinsam. Die Schnitte waren präzise und klassisch – die Look wirkten elegant. Die auffälligen Prints zogen sich sowohl durch die Männer-Outfits als auch durch die Frauen-Looks. Bei den Herren setzt Kilian Kerner in seiner SS16 Kollektion auf Hemden im Lagenlook mit Rollkragen, oftmals kombiniert mit Shorts. Bei den Ladys konzentrierte er sich vor allem auf bodenlange, bzw. knielange Kleider oder Röcke. Auch ärmellose Westen spielen eine große  Rolle in der neuen Kollektion. Inspiriert wurde der Designer durch eine Amerikareise, während der er unter anderem die Wüste besucht hat. Die Schau wurde von einer Liveband musikalisch begleitet. Auch prominente Gäste, wie das Model Franziska Knuppe waren unter den Besuchern.Julia_Luedtke_(C)_Julia_streetstyle_blog_Kilia_Kerner_MBFWB_collage_miniNach Kilian Kerner folgte ich meiner Einladung zum Lee-Jeans-Event im „Kickz„, wo einige Arbeiten des Künstlers Richie Culver aus London ausgestellt wurden. In Kooperation mit Lee Denim brachte er seine Kunst auf Jeansjacken und Westen, die von den Gästen gefeiert wurden. Dazu wurde ein künstlerischer Film zur Jacken-Kollektion gezeigt. DJ Monsieur Do sorgte für gute Stimmung. Ein ausgefallenes Kunst-Fashion-Event im Rahmen der Berliner Modewoche.Julia_Luedtke_(C)_Julia_streetstyle_blog_Lee_Richie_Culver_Kickz_collage_miniDer Tag endete für mich mit der beeindruckenden Schau von Esther Perbandt. Eröffnet wurde die Schau von zwei Opernsängern. Die Präsentation war in drei kontrastreiche Abschnitte eingeteilt. Mit dem Teil der Kollektion, der in Schwarz gehalten war, begann die Präsentation. Es folgte ein weißer Teil und zum Schluss wurden Ouftits in Grau-Schwarz-Tönen oder mit schwarz-weißen Streifen gezeigt. Die Designerin hat viel mit transparenten Materialen gearbeitet und großen Wert auf ausgefallene Details gelegt.

Die Esther Perbandt-Schau habe ich nun zum zweiten Mal besucht und wieder festgestellt, dass sie eine sehr interessante Auswahl trifft, was die Models angeht. Ihr ist es nicht wichtig, dass die Models den Standard-Maßstäben von Schönheit entsprechen. Nein. Ihr ist es wichtig, dass die Models interessant aussehen, dass sie einen Charakter haben, eine Persönlichkeit und etwas Besonderes ausstrahlen. Einige Models waren großflächig tätowiert, andere waren bereits fortgeschritten Alters. Aber das ist nur ein Aspekt dieser besonderen Präsentation, mit dem sie sich von vielen anderen Designern abhebt. Perbandt ist nicht nur eine tolle Designerin, sondern kann auch singen. Gemeinsam mit den beiden Opernsängern sang sie zum Ende der Schau nach dem Final Walk.

Die Leute wollten vor Begeisterung nicht aufhören zu klatschen. Die Schau wurde von prominenten Gästen wie Fiona Erdmann und Wilson Gonzalez Ochsenknecht besucht.Julia_Luedtke_(C)_Julia_streetstyle_blog_Esther_Perbandt_MBFWB_collage_mini Julia_Luedtke_(C)_Julia_streetstyle_blog_Esther_Perbandt_MBFWB_collage_2_miniAnschließend war ich auf der After Schow Party des Labels im „Crackers„, wo ich einige Studenten der Fahmoda aus Hannover traf, unter anderem Dennis Hörtinger. Ein cooler Abend und gelungener Ausklang eines langen „Fashion-Tags“. Julia_Luedtke_(C)_Julia_streetstyle_blog_Esther_Perbandt_MBFWB_collage_3_mini

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