Mercedes Benz Fashion Week SS 2016, Tag 1:

Deutsche Version: Ihr Lieben, nachdem ich für euch bereits über die Esmod Independence B.A. Graduate Schau berichtet habe und zudem die Esmod Showrooms besucht habe (Bericht folgt), ging es in Berlin weiter mit der offiziellen Mercedes Benz Fashion Week, die in diesem Sommer wieder am Brandenburger Tor stattfand.

Die Fashion Week startete für mich mit der Sopopular Schau. Letzte Saison war ich auf der tollen After Show Party des Labels in der legendären Kitty Cheng Bar. Sopopular hat mich neugierig gemacht. Für die aktuelle Herren-Kollektion verwendete der in Tel Aviv geborene Designer Daniel Blechmann überwiegend Erdtöne kombiniert mit weiß und schwarz. Die Kollektion wirkt wie moderner Streetstyle und legt den Fokus auf Lagen und Layering. Außerdem spielen Cut-Outs, Fransen und Reißverschlüsse eine große Rolle. Die Zusammenstellung verschiedener Materialien, wie Baumwolle, beschichtetem Leinen und Leder, machen die Kollektion so interessant. Aber nicht nur die Kollektion, sondern aus das Leben des Designers ist spannend. Im Kindesalter zog der Designer mit seinen Eltern von Tel Aviv nach Berlin. Später ging er nach Großbritannien, wo er Interior Design studierte. Als er nach Berlin zurückkehrte, entwickelte sich bei ihm eine Leidenschaft für Mode. So kam es, dass er im Jahre 2008 das Label Sopopular gründete. Das Label steht für die Realisierung seines eigenen Stils und wird vor allem durch die beiden wichtigsten Station im Leben des Designers geprägt, nämlich Berlin und London.

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Weiter ging es mit der Brachmann-Schau im Me Collectors Room in Berlin Mitte. Die Kollektion von Jennifer Brachmann hat mir super gefallen. Es handelte sich um eine sehr elegante Manswear Linie mit geraden und geometrischen Schnitten. In ihrer Kollektion hat die Designerin die Klassiker der Männergarderobe neu aufleben lassen und diese modernisiert. In der Architektur findet die Designerin, die erst Architektur und dann Modedesign studiert hat, ihre Hauptinspirationsquelle. Sie verwendete hauptsächlich Braun-, Blau- und Grau-Töne, abgerundet mit goldenen und roten Akzenten. Für diese Farbkombination ließ sich Jennifer Brachmann von einem David Cronenberg Film aus den siebziger Jahren inspirieren.

Die Bandbreite der Kollektion reicht von urbanem Chic bis zu minimalistischer Eleganz. Präsentiert wird sie mit sommerlich-leichten Stoffen, wie Leinen, Baumwolle, Baumwoll-Seide und Merinowolle, die aus Naturfasern hergestellt sind. Nach der Schau führte ich ein Exklusiv-Interview mit Jennifer Brachmann. Das Interview mit der interessanten Designerin findet ihr in Kürze auf meinem Blog. Freut euch auf auf Einblicke in die Entwicklung ihrer Kollektionen und Aspekte ihrer Arbeit.

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Es folgte die Lena Hoschek-Schau. Die österreichische Designerin ist sich und ihrem Stil auch diese Saison wieder treu geblieben. Die Kollektion war wie erwartet sehr feminin und verträumt, die Taille war fast bei jedem der wunderschönen Kleider betont. Neben weit ausgestellten Kleidern, prägten schwingende Röcke, große Sonnenhüte, Blumenkränze und Strohhüte mit Verzierungen die Kollektion „En Provence“. Mit ihrer Schau nahm die Designerin die Zuschauer auf einen Spaziergang durch die französische Provence mit. Hoschek schafft es auf beeindruckende Weise, ihre 50er Jahre Looks immer wieder neu zu interpretieren und klassische Trachten auf eine erfrischend neue Art zu gestalten, ohne dass sie „altbacken“ wirken. Der Hoschek-Stil ist eben unverwechselbar. Für ihre bezaubernde Kollektion ließ Hoschek sich von Mustern aus dem Jahr 1850 inspirieren, die sie als Prints nachdrucken ließ. Die Outfits waren hauptsächlich in Weiß, Beige, Rot, Hellblau und sanftem Gelb gehalten. Außerdem legt die Designerin wieder viel Wert auf die Liebe zum Detail. Ihre wunderschönen Spitzenkleider und vor allem das bodenlange blau-weiße Kleid sind einfach traumhaft schön. Im letzten Jahr hat die Designerin übrigens in einem von ihr entworfenen Kleid geheiratet.

Was einige von euch bestimmt noch interessiert, ist, dass Anu (Anuthida Ploypetch) von Germany’s next Top Model eines der Models war.

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Nach der Lena-Hoschek-Schau war ich zum Start up Business Workshop der Urban-Streetwearmesse Bread & Butter eingeladen. Super interessant und hilfreich! Ich habe einiges über die Business Aspekte eines Modelabels gelernt und einige Leute aus Berlins Start Up Szene kennengelernt.

Am späteren Abend ging es zur legendären Lena Hoschek After Show Party im Ballhaus Berlin. Der Abend war einfach super! Ich habe viele nette Leute kennengelernt. Die Party fand draußen und drinnen statt. Den Gästen wurden Flammkuchen, Häagen-DazsEis, tolle Cocktails und Macarons angeboten. Für gute Laune sorgte ein DJ.  Auf der Tanzfläche tummelten sich bereits einige Gäste. Später schaute sogar Designer Marcel Ostertag vorbei, der am selben Tag auch seine Modenschau präsentiert hatte. Die Atmosphäre im Ballhaus war wunderschön und passte unglaublich gut zur Kollektion und zum Stil von Lena Hoschek. Alles war in Rottönen gehalten und die alten Telefone an den Tischen zeigten sich im Retrostil, für den Hoschek ein Faible hat. Viele der weiblich Gäste kamen in Kleidern der Designerin oder kleideten sich im Stil der 50er Jahre als Hommage an die Modeschöpferin.

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So viel zu meinem ersten vollgepackten Tag, der wirklich anstrengend, aber großartig war.

Schaut auch mal auf instagram.com/julia_streetstyle_blog vorbei, dort könnt ihr weitere Fotos und Videos der Schauen sehen.

XOXO Julia

 

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3 Gedanken zu “Mercedes Benz Fashion Week SS 2016, Tag 1:

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