Mercedes Benz Fashion Week AW 15, Part 2

Deutsche Version: Hallo meine Lieben, viele von euch haben mich nach den vielen Posts über die Fashion Weeks in Berlin und New York gefragt, wie ein typischer Tag für mich bei der Fashion Week abläuft. Nach dem Übersichtspost und dem Bericht über die Schauen meines ersten Tages auf der Fashion Week habe ich mir gedacht, dass ich euch im zweiten Teil ein wenig über meinen Tagesablauf erzähle. Eigentlich gibt es keinen typischen Tagesablauf, da die Woche immer sehr vielfältig und jeder Tag sehr speziell ist. Was aber oft für diese Tage zutrifft, ist, dass ich fast immer ohne Frühstück losfahre und erst am Abend dazu komme, etwa zu essen. Die Fashion Week ist Freude pur, aber auch richtig anstrengend, wenn man so wie ich dieses Mal in drei Tagen 15 Schauen besucht. Auf geht’s zu meinem Tag 2 der MBFW Autumn/Winter 2015 in Berlin.

08.00 Uhr: Aufstehen, das mag leicht klingen, wenn man die Nacht zuvor auf Aftershow-Parties, Events und in den schönsten Bars verbringt. Nach mehrmaligem nervigen Tönen des Weckers, wälze ich mich aus dem Bett, dusche und ziehe das Outfit an, das ich mir am Abend zuvor rausgelegt habe. Dann schminke mich und style meine Haare.

9.30 Uhr: Ich hetze ohne Frühstück zur Fashion Week, weil ich mich mal wieder mit der Zeit verschätzt habe.

10.00 Uhr: Zu dieser Zeit beginnt für mich normalerweise die erste Schau, die ich bei der Fashion Week besuche. Da meine erste Show an diesem Tag erst um 14 Uhr begann, habe ich schon mal den ersten Post für euch vorbereitet. Dabei kann man schon mal die Zeit vergessen.

13:30 Uhr im Sauseschritt zur Ioana Ciolacu-Schau. Fotoapparat nicht vergessen und vorher noch mal schauen, ob die Speicherkarte auch drin ist, besser noch immer eine Ersatz-SD dabei haben.

Zur Show: Besonders auffällig an dieser Kollektion sind die Fransen an vielen Kleidungsstücken, die bei jeder Bewegung hin-und herfliegen. Zudem gab es viel transparenten Stoff zu sehen, kombiniert mit dezenten Farben wie schwarz, grau und weiß, aber auch zarte Rosa-, und Gelbtöne. Die Kollektion wirkt insgesamt sehr modern und futuristisch, obwohl die Fransen ein wenig an die 60er/70er Jahre erinnern.

14.30 Uhr Nach der Schau habe die Zeit genutzt, um mich im „Pausenraum“ mit einigen anderen Fashion Week-Besuchern zu unterhalten. Das finde ich immer besonders spannend, da man viele interessante Menschen aus den verschiedensten Ländern kennenlernt, die als Modejournalist, Designer, Model, Fotograf oder Blogger arbeiten. Manche sind als Streetstyle-Fotografen unterwegs, andere gehören der Presse oder dem Fernsehen an.

15.00 Uhr: Die William Fan-Schau beginnt. Diese Kollektion ist recht schlicht gehalten und basiert auf neutralen, meist geschlechtsneutralen Schnitten. Die Kleidungsstücke waren hauptsächlich schwarz und haben durch ihre edle Schlichtheit die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Beim genaueren Hinsehen entdeckt man die facettenreiche Wahl der Details, zum Beispiel die verschiedenen Kragenarten. Auch die Art der Schuhe variierte, was verdeutlichen sollte, dass Fans Kollektion sowohl zu High Heels als auch zu flachen Schuhen passt. Die klare und direkte Linie ist Markenzeichen des noch jungen Labels.

15.30 Uhr: Nach der Schau habe ich in der „Pausenhalle“ den Tamaris-Stand besucht. Dort habe ich an einer digitalen Leinwand einen Schuh designed, den ihr hier sehen könnt. Später hat mich das ARD-Fernseh-Team gefragt, ob es mein Outfit für ihren Fashion-Week-Bericht filmen darf, worüber ich mich natürlich sehr gefreut habe.

16.30 Uhr: Weiter ging es mit der Rike Feurstein-Schau. Nicht nur die Kollektion, sondern auch die Art der Präsentation hat mich wirklich überrascht. Die Designerin setzte auf wilden, gewagten Mustermix in knalligen, bunten Farben sowohl für Frauen als auch für Männer. Für den Überraschungseffekt sorgten die Hunde, die mit den Models über den Catwalk stolzierten. Das lustige an der Schau: einer der Hunde hat sich geweigert, den Catwalk zu betreten, sodass das Model den faulen Mops schwups unter den Arm genommen und ihn über den Laufsteg getragen hat. Eine tolle und außergewöhnliche Schau. Eins muss man den Outfits lassen: sie fallen auf! Egal wo!

17.00 Uhr Die Zukker-Schau steht auf dem Programm. Für die Kollektion wurden vor allem drei Farben verwendet: grau, schwarz und ein Neongrünton. Nicht nur das Make up, sondern auch die Frisuren waren umwerfend. Ein rundum gelungenes Styling mit einer großen Kollektion, die sich vor allem durch Geradlinigkeit auszeichnet.

18.00 Uhr: Zum Abschluss des Tages habe ich mir die Esther Perbandt Schau angesehen. Auch diese Schau hat mich mit der Präsentation überrascht, da einige der Models einen Stock hinter sich herzogen, an dem ein Stück Kreide befestigt war, mit denen sie den Catwalk bemalt haben. Außerdem war es die erste Schau, die ich bei der Fashion Week Berlin gesehen habe, bei der auch ältere und fülligere Models gelaufen sind. Daumen hoch! Aber nun zur Kollektion: Für die Kleidungsstücke wurden fast ausschließlich schwarz und Senftöne verwendet. Die Schnitte waren recht schlicht, fielen aber durch transparente Stoffelemente auf. Auch die Hüte waren ein echter Hingucker.

18.30 Uhr: Noch schnell ein paar Fotos vor dem Zelt machen für den Blog und ab und zu für ein paar Streetstylefotografen möglichst umgestresst in die Kamera lächeln.

18.50 Uhr: Weiter geht es zum Umspannter am Alexanderplatz, wo ich zum Lavera Showfloor eingeladen bin.

19.30 Uhr: Tosca Wyss vom Label Blank Etiquette stellt ihre Kollektion beim Lavera Showfloor vor. Diese Schau interessiert mich, weil die Designerin Absolventin der Kunsthochschule Weißensee ist. Die Outfits haben mir super gefallen, besonders die klassischen Designs mit asymmetrischen Schnitten, die durch transparente Stoffe ergänzt wurden. Für die Kollektion verwendete die Designerin vor allem die Farben schwarz und weiß, die sie mit knalligen Farben aufpeppte.

An der Organisation des Lavera Showfloors muss allerdings noch etwas gearbeitet werden, da die Security unfähig war und deshalb fast eine Panik in der wartenden und zum schmalen Türdurchgang drängenden Masse ausgebrochen ist.

20.00 Uhr: Endlich gibt es etwas zu essen nach diesem langen Tag. 😀 Ein schöner kleiner Italiener mit hausgemachter Pasta …

21.00 Uhr: Die Aftershow-Party des Labels Sopopular beginnt. Eigentlich war ich auch noch zur Zucker Aftershow-Party eingeladen, letztlich habe ich mich für Sopoular entschieden, da diese Party in der legendären Kitty Cheng Bar stattfand. Dort feierten auch Natascha und Jimmi Blue Ochsenknecht.

04.00 Uhr: Endlich wieder zurück im Apartment. Ich will nur noch ins Bett. 😀

XOXO Julia

English: Hello dears, have you already checked out my overview post and the Mercedes Benz Fashion Week, Part 1 post? Enjoy more photos of the collections and new fashion trends in this post.

XOXO Julia

 

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2 Gedanken zu “Mercedes Benz Fashion Week AW 15, Part 2

  1. Awesome… Particulalry the second outfit in the second group (starting from above)
    Thanks for sharing dear Julia… Now I will have to look for a similar design next time I go the Mall!! 😉
    Have a great day. Best wishes!~ Aquileana 😀

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